Hoyerswerda war nur der Anfang. Der HaB und die Gewalttatigkeiten gegen Fremde baben keinen exldusiven Ort mehr in Deutschland. Es vergeht kaum eine Woche, in der die Medien nieht von fremdenfeindliehen Ubergriffen und AnschIagen berichten. Allein 1992 kamen dabei 17 Menschen zu Tode -im Osten und Westen des vereinten Deutschland. Bevor die Brandsatze flogen und auf offener StraBe Jagd auf Fremde gemacht wurde, fielen dieSpriiche: zunachst anonym, dann an den Stammtischen und schlieBlich unverhohien auch in der Offentliehkeit. Die Fremdenfeindlichkeit beginnt mit dem hier archisierenden Abgrenzen und dem diskriminierenden Ausgrenzen. Am SchiuB brennen dann die Menschen - drauBen vor der Tiir und umgeben von einer Mauer des Schweigens. Die Emporung findet nur lang sam ihre Sprache. Erst angesiehts der zu Tode gekommenen Opfer zeigt sieh eine, zumeist noch ohnmachtige Betroffenheit. Die Toten schrecken die Offentlichkeit auf; nieht die Gewalttatigkeiten gegen die, die noch einmal davongekommen sind, schon gar nieht die alltaglichen Diskriminierungen der Fremden. Die Lichter ketten sind edoschen und Pravention steht auf der Tagesordnung einer ratlo sen und auf schnelle Losungen bedachten Politik. Die vieifaItigen sozialpM agogischen Programme zum Abbau der Gewaltbereitschaft Jugendlieher sind mit den Hoffnungen eines friedlichen Zusammeniebens von In- und AusIan derInnen verbunden. Ais ob dies nur eine Angelegenheit einer interkulturellen Erziehung sei.

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