Neue Arbeitsformen sind in mehrfacher Hinsicht entgrenzt: Wann, wo, wie lange, wie viel und wann nicht gearbeitet wird, ist nicht von außen vorgegeben. Im vorliegenden Buch wird am Beispiel von Ein-Personen-Selbständigen in Sachsen analysiert, wie diese ihren Alltag strukturieren und welchen Orientierungen sie dabei folgen. Im Zentrum steht das Verhältnis von 'Arbeit und Leben'. Die Gruppe der Ein-Personen-Selbständigen ist so schillernd wie sozialstrukturell heterogen. Für die qualitative Untersuchung wurden Interviews beispielsweise mit einem Tiefkühlkostfahrer, einer Kulturmanagerin, einem Webdesigner und der Besitzerin eines Pizzaservice geführt. Ständig selbst über seine Arbeitskraft und Lebenskraft entscheiden zu können und zu müssen, erweist sich als extrem anspruchsvoll. Der Blick hinter das stetige Anwachsen neuer Selbständigkeit zeigt ein differenziertes Bild im Umgang mit diesen Anforderungen: Wie dynamische Formen mit fließenden Übergängen von Arbeit und Leben als Zugewinn von Lebensqualität gefunden werden, das Privatleben im täglichen Existenzkampf unterzugehen droht oder an der vertrauten wie starren Zuweisung von Erwerbs- und Privatzeit festgehalten wird, um sich vor der als grenzenlos erlebten Arbeit zu schützen. Zu Schlüsselkompetenzen werden Selbstbegrenzung und Balancierung, um die für sich selbst passende Form und das subjektive Maß im Umgang mit der eigenen Ressource Arbeitskraft zu finden.

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